Gleichgeschlechtliche Lebensweisen
15.09.2017

Hessischer Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt – 550.000 Euro für innovative Projekte im Förderjahr 2018

Antragstellung ab sofort möglich

Wiesbaden. Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, informiert über die Landesförderung für Akzeptanz und Vielfalt in Hessen.

„Ich freue mich, dass die Hessische Landesregierung im vierten Jahr in Folge innovative Projekte fördern wird, die für die Akzeptanz der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten in Hessen werben. Nachdem in den Jahren 2015 und 2016 jeweils 200.000 Euro zur Verfügung standen, konnte das Fördervolumen für 2017 mehr als verdoppelt werden und wird nun auch, vorbehaltlich des Haushaltsplans, für das Jahr 2018 auf diesem Niveau zur Verfügung stehen“, betont Dreiseitel. 

„Im Zeichen des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt setzt die Hessische Landesregierung damit ein weiteres Mal ein deutliches Signal für ein weltoffenes Hessen und für Respekt und Anerkennung gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern, Intersexuellen und sich als queer definierenden Personen (LSBT*IQ)“, so der Staatssekretär.

Ziel des Aktionsplans sei es, sich für die Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten einzusetzen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern und für ein offenes und diskriminierungsfreies Leben aller Menschen in Hessen einzutreten.

„Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der bunten Vielfalt der Projektträger aus den Reihen der LSBT*IQ-Initiativen, aus den Beratungseinrichtungen, dem Kulturbereich und der Jugendpädagogik hat uns darin bestärkt, das Förderprogramm deutlich auszuweiten. Erstmals können sich nun auch Hochschulen um eine Projektförderung bewerben. Wir hoffen damit einen noch weiteren Kreis von Akteurinnen und Akteuren zu erreichen, die zu den Zielen des Aktionsplans einen Beitrag leisten können.“

Die Bandbreite der möglichen Förderprojekte sei groß, betonte Dreiseitel. Als Beispiele für Förderungen in den beiden vorausgegangenen Förderperioden nannte der Staatssekretär und Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung Fach- und Informationsveranstaltungen, Fortbildungsangebote, Publikationen, Theaterprojekte sowie Film- und Kulturveranstaltungen. Es seien darüber hinaus auch zwei Studien zur Situation von Trans*Personen und LSBT*IQ-Jugendlichen in Hessen gefördert worden. 

Informationen zur Bewerbung:

Die Anträge bzw. Projektvorschläge können ab sofort bis zum 30.10.2017 beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Antidiskriminierungsstelle, Dostojewskistraße 4, 65187 Wiesbaden eingereicht werden. Die einzureichenden Projektvorschläge sollen auf folgende Punkte eingehen:

  • Allgemeine Angaben zum Projekt: Name, Träger und Ansprechpartner/-in, Anschrift, Emailadresse, Telefon.
  • Kosten- und Finanzierungsplanung: Förderbedarf, Eigenmittel.
  • Ziele / Maßnahmen: Zielgruppe, Methoden, Struktur, Ablauf, Anliegen.
  • Vernetzung / Kooperation: Zusammenarbeit mit Partner_innen, z.B. Schulen, Vereinen, Initiativen, Jugendamt, Betrieben, Organisationen, Förderern, etc.
  • Kompetenz im Themenfeld: Darstellung bisheriger Aktivitäten und Erfahrungen im Arbeitsfeld, Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter_innen.
  • Nachhaltigkeit / Einschätzungen: Kontinuität im Engagement, Verstetigung des Projektes, Bedeutung des Projektes für den Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration wählt aus den eingehenden Projektvorschlägen förderwürdige Anträge aus, die bis zum Ende des Jahres 2018 umgesetzt werden müssen. 

Ansprechpersonen für Rückfragen und Erläuterungen:

Klaus Stehling, Tel.: 0611/817-3231, klaus.stehling@hsm.hessen.de 

Susan Schmitt, Tel.: 0611/817-3258, susan.schmitt@hsm.hessen.de

Hinweis:
Die Frist zur Einreichung von Projektanträgen wurde verlängert, sie endet nun grundsätzlich am 30.11.2017.

 

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